Verordnungsvordruck

Muster 56 (Achtung: kein Original!) 

Antrag auf Kostenübernahme für Rehabilitationssport (Muster 56)
Wichtiger Hinweis: Das Muster 56 ist auch zu verwenden für weitere Verordnungen gemäß der oben beschriebenen medizinischen Indikation. Bei dem eingestellten Antragsformular handelt es sich um ein Muster. Es wird darauf hingewiesen, dass Verordnungen nur auf Original-Verordnungsformularen ausgestellt werden dürfen. Das Formular kann bei der zuständigen Kassenärzlichen Vereinigung bestellt werden und sollte bei den verordneten Ärzten immer vorliegen. Bestellschein Formular Muster 56

Mustervordruck für Teilnahmebestätigung/Abrechnung

Mustervordruck für Teilnahmebestätigung/Abrechnung Rehabilitationssport in Herzgruppen 2015 (Gilt nur für Herzgruppen der DGPR bzw. deren Landesorganisationen)

Für die Teilnahmebestätigung des Versicherten, die für jede Übungsveranstaltung zu leisten ist, sowie für die Abrechnung der Vergütungen hat der vdek Berlin für den Rehabilitationssport in Herzgruppen einen Mustervordruck zur Verfügung gestellt.

Wichtige Hinweise zur Verordnung und Abrechnung

Verordnung
Rehabilitationssport wird durch den behandelnden Vertragsarzt auf diesem verbindlich vorgeschriebenen Verordnungsvordruck verordnet. Der Vordruck wird - wie in der Vergangenheit - sowohl beim Vertragsarzt als auch bei den Krankenkassen vorgehalten. 

Die Verordnung muss enthalten:

  • die Diagnose nach ICD 10, ggf. Nebendiagnosen, soweit sie Berücksichtigung findenmüssen oder Einfluss auf die Verordnungsnotwendigkeit haben
  • die Gründe und Ziele, weshalb Rehabilitationssport erforderlich ist; dazu sind auch Angaben über die vorliegenden Funktionseinschränkungen und die Belastbarkeit zumachen

Hinweis: Für die gesetzliche Rentenversicherung kann Rehabilitationssport (z.B. im Anschluss an ein AHB-Verfahren) auch durch den Arzt/die Ärztin der Rehabilitationseinrichtung auf den dafür vorgesehenen Verordnungsformularen (der DRV) verordnet werden.

Prüfung und Genehmigung
Der Rehabilitationssport ist vor dem Beginn durch den Rehabilitationsträger (Kostenträger) zu bewilligen. Die Leistungspflicht beginnt erst, wenn der Rehabilitationssportgruppe die Leistungszusage/Kostenübernahmeerklärung des Kostenträgers vorliegt. Aus diesem Grunde ist die Rehabilitationssportgruppe nicht berechtigt, ärztliche Verordnungen anzunehmen oder auszuführen, die noch nicht von der Krankenkasse genehmigt sind. Dies gilt auch für Folgeverordnungen. Ausnahme: Für Versicherte der IKK Südwest ist aufgrund einer Ergänzungsvereinbarung ab 01.01.2017 keine vorherige Genehmigung erforderlich (s. Ergänzungsvereinbarung in der Rubrik Gesetzliche Grundlagen).

Abrechnung (bitte beachten Sie auch die untenstehenden Hinweise zur elektronischen Abrechnung ab dem 01.01.2015)
Die Rehabilitationssportgruppe rechnet die Vergütungen mit den Kostenträgern (oder mit deren beauftragten Abrechnungsstellen) ab. Die Abrechnung hat folgende Bestandteile:

  • Rechnungs-/Belegnummer
  • Institutionskennzeichen (IK). Jede Rehabilitationssportgruppe muss gemäß § 293 SGB V über ein IK verfügen, das bei der Sammel- und Verteilungsstelle IK der ArbeitsgemeinschaftInstitutionskennzeichen (SVI), Alte Heerstraße 111, 53757 St. Augustin, zubeantragen ist.
  • Abrechnungsdaten mit Angabe der Positionsnummer/n
  • ärztliche Verordnung
  • Leistungszusage/Kostenübernahmeerklärung der Krankenkasse
  • Teilnahmebestätigung des Versicherten
  • Gesamtaufstellung der Abrechnung (Gesamtrechnung, ggf. Sammelrechnung)

Zwischenabrechnungen (z.B. halbjährlich) sind möglich. Es empfiehlt sich, für die Abrechnung z.B. das (vdek-)Muster „Teilnahmebestätigung Rehasport“ zu verwenden, das fast alle notwendigen Angaben, auch zur Zwischenabrechnung, enthält.

Weitere Verordnungen
Weitere Verordnungen sind möglich bei ergometrisch ermittelter maximaler Belastungsgrenze < 1,4 W pro Kilogramm Körpergewicht (Nachweis nicht älter als 6 Monate) als Folge einer Herzkrankheit oder auf Grund von kardialen Ischämiekriterien. Der Leistungsumfang beträgt bei weiterer Verordnung jeweils 45 Übungseinheiten, die in einem Zeitraum von 12 Monaten in Anspruch genommen werden können (Richtwerte). Nach wiederholt abgeschlossener Akutbehandlung ist zudem ein erneuter Leistungsanspruch (im Rahmen einer Neuverordnung) möglich.

Vergütung
Es gelten die jeweiligen Vergütungssätze, die zwischen den zuständigen Vertragspartnern (Rehabilitationsträger und Trägerverbände des Rehabilitationssports) auf Bundes- bzw. Landesebene vereinbart worden sind. Die Höhe entnehmen Sie den aktuell gültigen Vergütungsvereinbarungen, die in der Regel als Anlage den Durchführungsvereinbarungen Rehasport beigefügt sind. Weitere Auskünfte erteilt auch Ihre Landesorganisation.

Elektronische Abrechnung ab 01.01.2015

Elektronische Abrechnung für Herzgruppen zum 01.01.2015 verpflichtend - Papierabrechnung weiterhin mit 5%-Abzug möglich

Die elektronische Abrechnung für den Rehabilitationssport in Herzgruppen ist für den Bereich der Ersatzkassen (bundesweit) und für den Bereich der Primärkassen in Rheinland-Pfalz zum 01.01.2015 verpflichtend in Kraft treten.

Werden Abrechnungen nach Einführung der Pflicht noch in Papierform eingereicht, können künftig Rechnungskürzungen in Höhe von 5% durch die Krankenkassen bzw. Abrechnungsstellen vorgenommen werden. Es ist – sofern die Papierform gewählt wird – empfehlenswert, für sämtliche bis zum 31.12.2014 erbrachte Leistungen eine Zwischenabrechnung einzureichen. Diese kann bis zum 31.01.2015 (es gilt das Datum des Posteingangs bei den Abrechnungsstellen der Ersatzkassen!) eingereicht und abschlagsfrei abgerechnet werden. Leistungen nach dem 01.01.2015 fallen unter die Neuregelung. Eine erstmalige elektronische Abrechnung müsste dann spätestens Mitte des Jahres 2015 erfolgen, sodass noch ein halbes Jahr Zeit für die Vorbereitung bliebe. Bei danach fehlender elektronischer Abrechnung dürfen die Krankenkassen die gesamte Rechnungssumme um 5% kürzen.

Ersatzkassen (bundesweit):

Informationen zur elektronischen Abrechnung des Rehabiliationssportes in Herzgruppen und zur Anmeldung der Teilnahme am elektronischen Abrechnungsverfahren für den Bereich der Ersatzkrankenkassen finden Sie auf der Homepage des Verbandes der Ersatzkrankenkassen (vdek)

www.vdek.com/vertragspartner/vorsorge-rehabilitation/Reha-Sport/abrechnung_rehasport.html

oder entnehmen Sie bitte direkt der Ergänzungsvereinbarung zur Elektronischen Abrechnung zwischen dem vdek und der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR) vom 01.10.2014

Ergänzungsvereinbarung Elektronisches Abrechnungsverfahren vom 01.10.2014 (DGPR - vdek)

Primärkassen Rheinland-Pfalz:

Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland hat als verhandlungsführende Krankenkasse für den Bereich der Primärkassen in Rheinland-Pfalz noch keine diesbezüglichen Informationen auf Ihrer Homepage veröffentlicht. Das Verfahren zur elektronischen Abrechung ist jedoch weitgehend identisch. Bitte beachten Sie insbesondere den von der vdek-Vereinbarung abweichenden Leistungsernringergruppenschlüssel.

Ergänzungsvereinbarung „Elektronisches Abrechnungsverfahren vom 01.01.2015“ zur Vereinbarung zur Durchführung und Vergütung des Rehabilitationssports vom 01.01.2012 (Rheinland-Pfalz)

Für die elektronische Abrechnung gibt es verschiedene Wege:

  • Beauftragung eines Dienstleisters: Verschiedene Anbieter bieten ihre Leistungen zu unterschiedlichen Konditionen an. Je nach vereinbartem Aufwand (z.B. nur Übersendung der Papierunterlagen oder eigene Erfassung der Daten in einem Online-Portal) fallen unterschiedliche Gebühren an.

    Einen Komplettservice bietet z.B. die DGPR-Landesorganisation in Hamburg an: Landesarbeitsgemeinschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e. V. Hamburg (Herz InForm),Heidenkampsweg 99, 20097 Hamburg (Tel. 040 - 22 80 23 64, Fax: 040 - 229 65 05, E-Mail: info@herzinform.de, www.herzinform.de).

    Kommerzielle Dienstleister, die gegenüber dem Landesverband günstige Konditionen offeriert haben, sind das Deutsche Medizinrechenzentrum (www.dmrz.de) oder das azh Abrechnungs- und IT-Dienst­leis­tungs­­zentrum für Heilberufe GmbH (www.azh.de).
  • Eigene Erfassung (z.B. mittels käuflich erworbener Verwaltungs- und Abrechnungssoftware) und elektronische Übermittlung der Abrechnungsdaten an die Krankenkassen. Hier­zu finden Sie im Internet verschiedene Software-Anbieter, die wir aus Gründen der Neutralität nicht namentlich aufführen.     

Sonderfall Deutsche Rentenversicherung

Die Deutsche Rentenversicherung hat in Ihrer Durchführungs- und Finanzierungsvereinbarung die Abrechnung über Dritte (Abrechnungsdienstleister) ausgeschlossen.

Stand: 29.01.2015